Panikattacken

Mehr als eine Millionen Menschen in Deutschland leiden in jedem Jahr an einer sogenannten Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst).

Angstattacken mit körperlichen Symptomen

Menschen, die an einer Panikstörung erkrankt sind, erleben wiederholt Angstattacken mit körperlichen Symptomen wie Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Mundtrockenheit, Atemnot, Beklommenheit, Missempfindungen im Brustbereich, Magendruck, Übelkeit, Schwindel, Hitzewallungen, Kälteschauer sowie Kribbel- oder Taubheitsgefühlen in den Gliedmaßen. Mitunter kann die Angst dabei so stark werden, dass es den Betroffenen so vorkommt, als wären die Dinge um sie herum ganz unwirklich, als würden sie jeden Moment die Kontrolle verlieren und "ausrasten", als müssten sie gleich in Ohnmacht fallen oder als könnten sie sogar sterben. Das Charakteristikum der Panikstörung, durch die sie sich von anderen Angststörungen unterscheidet, ist dabei, dass die Angstattacken häufig völlig unvorhersehbar und ohne erkennbaren Auslöser auftreten – wie aus heiterem Himmel. Menschen mit Panikstörung leben daher oft in der ständigen Befürchtung, jederzeit wieder von einer Panikattacke heimgesucht werden zu können. Oftmals vermeiden sie daher Orte und Situationen, bei denen ihnen ein Panikanfall besonders unangenehm wäre.

Die Panikstörung ist psychotherapeutisch sehr gut behandelbar

Die Panikstörung ist, wie die meisten Angststörungen, psychotherapeutisch sehr gut behandelbar. Unbehandelt neigt sie indes zur Chronifizierung. Die Therapie der Panikstörung beginnt zumeist damit, dass wir gemeinsam mit unseren Patienten herausarbeiten, wie es zu den Angstattacken kommt. Immer wieder stellen unsere Patienten dabei erstaunt fest, dass ihre Panikattacken keineswegs aus heiterem Himmel kommen, sondern mit bestimmten Auslösern verbunden sind. Darauf aufbauend können dann gezielt Übungen durchgeführt werden, um die Angstreaktion auf diese Auslöser zu überwinden. Darüber hinaus erörtern wir mit unseren Patienten aber auch die jeweils individuellen Umstände, die die Entwicklung ihrer Panikstörung begünstigt haben, und ergreifen Maßnahmen, um gegen das Wiederauftreten der Panikstörung vorzubeugen. Zu diesem Zweck helfen wir unsere Patienten zum Beispiel bei der emotionalen Nachverarbeitung einschneidender Lebensereignisse oder wir unterstützen sie dabei ihre alltägliche Stressbelastung zu verringern.


Siehe auch: Ängste | psychosomatische Erkrankungen und Schmerzen