Therapeuten

Unsere psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten haben durch ihre qualifizierte Ausbildung und langjährige Tätigkeit Kompetenz und Erfahrung bei der Behandlung unterschiedlicher Störungsbilder, bei der Lösung von Problemen und bei der Aufarbeitung belasteter Lebenslagen. Auf Grund von verschiedenen, sich ergänzenden fachlichen Schwerpunkten können wir Ihnen eine auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Therapie anbieten.

Regelmäßige Fortbildungen und Mehrsprachigkeit
Wir sichern die Qualität unserer Arbeit durch regelmäßige Fortbildungen, Intervision und Supervision, um Ihnen fachgerecht und nach dem aktuellen Stand der Forschung zur Seite zu stehen. Wenn Sie lieber in einer anderen Sprache als Deutsch mit uns kommunizieren möchten, versuchen wir, dies zu ermöglichen. Aktuell bieten wir Gespräche in englischer, russischer, und italienischer Sprache an.

Psychotherapeuten

Die Psychologie als Wissenschaft ist noch jung und stammt aus dem Beginn des letzten Jahrhunderts, als es erste wissenschaftlichere Versuche gab, innere/ seelische Prozesse zu erfassen. In dieser Zeit wurden auch bekannte psychologische Theorien entwickelt, etwa von Sigmund Freud. Freud gilt als Begründer der Psychotherapie, die heute aus mehreren Denkschulen besteht. Neben der klassischen Psychoanalyse nach Freuds Vorstellungen sind Aaron Becks Kognitiv-Behaviorale Therapie und Carl Rogers Klientenzentrierte Therapie die wichtigsten Strömungen.

Was sind Psychotherapeuten?

Psychologische Psychotherapeuten behandeln psychische Störungen von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Kinder- und Jugendpsychotherapeuten behandeln nur Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 21 Jahren, aber keine Erwachsenen.

Der Beruf des Psychotherapeuten wird meist durch Psychologen (aber auch durch Ärzte - ärztliche Psychotherapeuten) ausgeübt. Voraussetzung für die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten ist zunächst ein Universitätsabschluss in Psychologie (Master oder Diplom). Die normale Dauer der akademischen Ausbildung beträgt 9 Semester, an einigen Universitäten 10 Semester bis zum Abschluss in Psychologie.

Nach dem Studium folgt eine 3 bis 5-jährige Ausbildung in einem psychotherapeutischen Verfahren. Danach erhalten die Therapeuten ihre Approbation. Dies ist seit 1999 in Deutschland durch das Psychotherapeutengesetz geregelt. Neben dem Psychotherapeutengesetz unterliegen die psychologischen Psychotherapeuten den Gesetzen des Medizinberufs der einzelnen Bundesländer.

Approbation, was ist das?

Eine Approbation ist eine professionelle Lizenz, die es einer Person erlaubt, als Arzt oder Psychotherapeut tätig zu werden. Der psychologische oder medizinische Studien-Abschluss genügt nicht automatisch. Um rechtlich als Psychotherapeut bezeichnet zu werden, muss noch eine Psychotherapeutenausbildung in einem der Richtlinienverfahren (Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Analytische Psychotherapie) zur Zulassung als Psychotherapeut erfolgen.

Welche Spezialisierungen können Psychotherapeuten haben?

Es gibt verschiedene Therapieformen, wie die Verhaltenstherapie, die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Analytische Psychotherapie. Während sich die Verhaltenstherapie vor allem mit der Modifikation von Verhaltensweisen und den damit verbundenen Gedanken und Gefühlen beschäftigt, fokussieren die beiden anderen Therapieformen auf Erlebnisse in der Jugend oder frühere Konflikte. In der Analytischen Psychotherapie werden diese durch das freie Assoziieren bearbeitet. Grundregel dabei ist, dass der Patient sagt alles, was er will, nichts ausgenommen. Dahinter steckt die Idee, dass das Unbewusste nicht durch eine logische Geschichte erreicht wird, sondern andere Zugangswege nötig sind. Der Therapeut nimmt sich dabei selbst zurück. Bei der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie hingegen hilft der Therapeut aktiv mit und gibt auch Deutungen vor. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche andere therapeutische Richtungen, etwa die Gestalttherapie, systemische Therapie oder Paartherapie - diese werden von der Krankenkasse jedoch nicht übernommen.

Ablauf einer Sitzung oder eines Erstgesprächs

Der Zweck des Erstgesprächs ist es, zu sehen, ob der Therapeut etwas für den Patienten tun kann. Der Psychotherapeut macht sich ein Bild von der (Leidens-) Geschichte sowie den Beschwerden und der Patient erhält ein Bild von der Arbeitsweise und dem Therapeuten als Person. Während dieses Gesprächs werden Therapeuten zunächst Fragen stellen (z.B. was den Patienten belastet und was er gern erreichen möchte). Auch eine erste Diagnostik, manchmal unterstützt durch Fragebögen, kann zu diesem Erstgespräch gehören. Der Therapeut erklärt Ihnen die Möglichkeiten der Behandlung und benennt auch, ob Sie diese Therapie bei ihm durchführen können. Eine Einführungsbesprechung wird in der Regel als reguläre Sitzung berechnet und ist durchschnittlich 50 min lang.

Was passiert in den nächsten Sitzungen?

In den nächsten Sitzungen werden Sie tiefer in Ihr Thema eintauchen. Dies kann auf unterschiedliche Weise (z.B. durch Gespräch, durch Übungen) geschehen, je nach Therapieform und Hilfswunsch. Nicht jede Therapie ist eine Konversationstherapie. Es gibt viele Methoden der Psychotherapie. Der Ansatz kann auch von Sitzung zu Sitzung unterschiedlich sein. Es ist wichtig, dass Sie sich mit Ihrer Arbeitsweise wohlfühlen. Der Psychotherapeut hilft, Emotionen auf tragbare Weise zu spüren, sich selbst zu erkennen und Einblicke zu gewinnen. Gemeinsam werden Therapeut und Patient nach zugrundeliegenden Emotionen, wiederkehrenden Mustern und natürlich nach Lösungen suchen.